Weizenkeimöl das gepresste Öl mit toller Wirkung

Woher kommt Weizenkeimöl?

Weizenkeimöl – woher kommt es? Wer sagt eigentlich, dass Weizen ausschließlich in Form von zu Mehl gemahlenem Getreide in unserer Ernährung zum Einsatz kommen muss? Und wer sagt, dass Weizen grundsätzlich schädlich für den menschlichen Organismus ist, insbesondere dann, wenn wir ihn in großen Mengen zu uns nehmen?

weizenkeimöl

All das sind vermeintliche Fakten unserer Ernährung, die jedoch bei näherer Betrachtung zumindest einer Expertenmeinung nicht standhalten.

Weizen kann durchaus gesund sein, sogar besonders gesund, wenn es sich dabei um das in Deutschland noch nicht sehr bekannte Weizenkeimöl handelt. Dieses Öl unterscheidet sich in etlichen Punkten von anderen, teilweise auch sehr gesunden Ölen.

Was es so besonders macht und wofür man es verwenden kann, genau damit wollen wir uns in den folgenden Artikeln beschäftigen.

Ist Weizenkeimöl ein hochwertiges Öl?

Der Name verrät es bereits: Dieses wertvolle Öl wird aus den Keimen des Weizenkorns gewonnen. Das Getreide muss dazu also geerntet sein und wird dann gezielt zum Keimen gebracht.

Dieser Prozess ist notwendig, da der Weizen selbst so gut wie kein Fett bzw. Öl enthält. Die Keime dagegen bestehen zu einem Anteil zwischen acht und zwölf Prozent aus dem gleichnamigen Öl. Weizenkeimöl – vielseitiges Öl aus Weizen.

Nach dem Auskeimen der Weizenkörner werden die Keime also in speziellen Ölmühlen ausgepresst und das daraus entstehende Öl dann extrahiert.

In der Regel geht dies ganz einfach, indem gewartet wird, bis sich die Pressflüssigkeit in Öl und sonstige Rückstände getrennt hat. Das Öl setzt sich an der Oberfläche ab und kann somit extrahiert werden.

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Weizenkeimöl im Überblick

Weizen auf dem Feld


Bevor wir näher auf die einzelnen Bestandteile dieses wertvollen Öls eingehen, wollen wir Ihnen das Weizenkeimöl zunächst in Form einer kleinen Übersicht näher bringen.

Eine Besonderheit des Weizenkeimöls ist, dass es zu über 60 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren besteht. Diese Fettsäuren wiederum bestehen zu knapp 90 Prozent aus der bekannten Phenolsäure, einer besonders gesunden und verträglichen Omega-6-Fettsäure.

Besonders bekannt ist es für seine extrem hohen Anteil an Vitamin E. Es stellt somit von allen bekannten Ölen jenes mit dem höchsten Vitamin-E-Anteil dar. Zur Verdeutlichung: Pro 100 Gramm sind je nach Sorte des Weizens etwa 200 – 300 Milligramm Vitamin E enthalten. Neben den genannten Inhaltsstoffen ist Weizenkeimöl außerdem reich an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen und speziellen Nahrungsfasern, die für die menschliche Verdauung sehr förderlich sind.

Dass Weizenkeimöl in unsere Küchen bis heute nur wenig Einzug gefunden hat, liegt vor allem daran, dass es wenig oxidationsstabil ist und somit nur schlecht für die warme Küche eingesetzt werden kann.

Das bedeutet konkret: Beim Erhitzen oxidiert das Öl und verliert somit sowohl seinen einzigartigen Geschmack als auch die wertvollen Inhaltsstoffe. Gegen die Verwendung von Weizenkeimöl in der kalten Küche – zum Beispiel für Salate etc. – ist jedoch grundsätzlich nichts einzuwenden.

Der Geschmack von Weizenkeimöl

Der Geschmack ist allerdings sehr dezent und vielen Menschen zu wenig charakterstark, als dass sich dieses wertvolle Öl beispielsweise gegen das weniger gesunde, aber deutlich geschmacksintensivere Kürbiskernöl durchsetzen könnte.

Doch der Einsatz in der Küche ist nur einer von vielen Verwendungszwecken. Aufgrund seiner ausgewogenen Inhaltsstoffe und dem hohen Anteil an Vitamin E eignet sich das Öl auch sehr gut zur Verwendung in der Kosmetik- und Pharmaindustrie.

Es kommt u. a. in Seifen, Shampoos, Lotionen und Kapseln zum Einsatz.

Hier ein kurzes Video mit den positiven Effekten für die Haut:

Das Öl wirkt sich wohltuend auf die Haut aus und stärkt den gesamten Organismus von innen. Auch für Tiere ist Weizenkeimöl übrigens bestens geeignet, wie wir später noch sehen werden. Weizenkeimöl kaltgepresst und rafiniert:  hier

Die Gewinnung von Weizenkeimöl

Weizenkeimöl ist heute ein Nebenprodukt der Produktion von Mehlen. Bei dieser entstehn neben dem gewünschten Mehl auch Weizenkleie sowie die besagten Keimlinge, aus denen das Öl gewonnen wird.

Dafür gibt es grundsätzlich verschiedene Herstellungsverfahren. Am verbreitetsten ist die Pressung, ein rein mechanisches Verfahren, bei dem das Weizenkeimöl unter hohem Druck aus den Keimlingen gepresst wird.

Alternativ kann das Öl auch durch Extraktion mithilfe von CO2 oder chemischen Lösemitteln gewonnen werden.

Verschiedene Qualitätstufen

weizenkeimöl in der flasche

Es gibt Weizenkeimöl in unterschiedlichen Qualitäten. Wie gut die Qualität des jeweils vorliegenden Produktes ausfällt, lässt sich insbesondere an der Farbe feststellen. Generell gilt: Je dunkler das Öl, desto höher fällt die Qualität aus.

Dazu muss man wissen, dass die Qualität des Öls sowohl vom verwendeten Ausgangsprodukt – also von der Weizensorte bzw. dessen Anbaugebiet – als auch von der Herstellungsmethode abhängt.

Wird das Öl durch Auspressen der Keimlinge gewonnen, so hängt viel davon ab, wie effektiv es im Anschluss gefiltert wird, bzw. wie sorgfältig dabei vorgegangen wird, das in der Pressflüssigkeit abgesetzte Öl zu extrahieren.

Bei chemischen Extraktionsmethoden, zum Beispiel unter Verwendung von Lösemitteln, ergibt sich in der Regel ein sortenreineres Öl, das sich dann jedoch nur für bestimmte Zwecke eignen wird, z. B. zum Einsatz in der Pharma- und Kosmetikbranche.

Wie erkenne ich gutes Weizenkeimöl?

weizen aus dem weizenkeimoel gewonnen wird

Doch kommen wir nun zum wichtigsten Punkt: Woran erkenne ich wirklich gutes Weizenkeimöl?

Auf die Farbe des Öls hatten wir bereits hingewiesen. Ein hochwertiges Weizenkeimöl aus kontrolliert-biologischem Anbau erkennen Sie an einer möglichst hellen, gelblich-orangen Farbe.

Kontrolliert-biologischer Anbau des Ausgangsproduktes für das Öl sorgt übrigens dafür, dass Sie keine Sorge vor eventuellen Pestizidbelastungen haben müssen.

Diese konnten in konventionellen Keimölen in verschiedenen Tests bereits mehrfach nachgewiesen werden. Für die Verwendung in der Küche eignet sich daher kontrolliert biologisches Öl am besten.

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Für die Verwendung in der Kosmetik und Pharmaindustrie kommen heute zumeist raffinierte Weizenkeimöle zum Einsatz. Diese sind also speziell nachbehandelt und weisen eine hellgelbe Farbe auf.

Der charakteristische Geruch nach Getreide kann bei raffinierten Weizenkeimölen bis fast zur Neutralität verringert werden, so dass sich dieser nicht mit den gewünschten Geruchsstoffen in kosmetischen Präparaten überlagert.

Zudem werden die industriell verwendeten Weizenkeimöle oft noch mit anderen Ölen verschnitten, um die individuellen Eigenschaften zu optimieren und auf den jeweiligen Verwendungszweck abzustimmen. Weizenkeimöl kann aber durchaus zum Ölziehen verwendet werden!

Die gesunden Inhaltsstoffe von Weizenkeimöl

Es sind die wertvollen Inhaltsstoffe, die das Weizenkeimöl sowohl zu einem optimalen Bestandteil von kosmetischen und pharmazeutischen Produkten als auch zu einem schmackhaften und gesunden Öl für die heimische Küche machen.

Der Vitamin-E-Gehalt wurde bereits angesprochen. Unter allen hierzulande auf dem Markt erhältlichen Ölen besitzt Weizenkeimöl den mit Abstand höchsten Gehalt an diesem wichtigen Vitamin.

Herzgesundheit

Jedoch ist das noch längst nicht alles. Auch in einem anderen Bereich kann Weizenkeimöl mit einem Superlativ aufwarten, und zwar dem extrem hohen Gehalt an Tocopherolen.

Hierbei handelt es sich um besonders wertvolle Antioxidantien wie beispielsweise die inzwischen bekannte Alpha-Lineolinsäure, die als Radikalfänger im Körper dienen und somit vor schweren Erkrankungen wie Krebs oder Demenz schützen können.

Weitere wichtige Inhaltsstoffe des Weizenkeimöls sind:

  • Phospholipiden
  • Phytosterolen, speziell β-Sitosterol
  • Campesterin
  • Δ5-Avenasterol
  • Carotinoide

7 gesundheitliche Vorteile von Weizenkeimöl

Sie haben nun bereits den hinter dem Weizenkeimöl stehenden Ausgangsstoff, den Weizen, etwas näher kennen gelernt und auch erfahren, wie das das Öl hergestellt wird.

Außerdem wissen Sie um die wertvollen Inhaltsstoffe dieses hochwertigen Öls. Die Anwendungsbereiche des Weizenkeimöls werden wir in den entsprechenden Unterkapiteln noch detailliert vorstellen. Damit Sie einen ersten Überblick bekommen, hier die sieben besten Gründe, warum auch Sie zukünftig Weizenkeimöl regelmäßig verwenden sollten:

  1. Weizenkeimöl ist ein wahres Wundermittel für die Haut. Wegen des hohen Vitamingehalts und der weiteren, wertvollen Inhaltsstoffe eignet sich das Öl ideal für die Pflege von beanspruchter Haut. Es fördert die Durchblutung der Haut und die Blutzirkulation in den Gefäßen, lindert Falten und wirkt mildernd bei Hauterkrankungen und Entzündungen.
  2. Weizenkeimöl hat eine gewichtsregulierende Wirkung. Durch die einzigartige Kombination der Inhaltsstoffe kann das Öl regulierend sowohl bei Über- als auch bei Untergewicht wirken.
  3. Weizenkeimöl hilft bei Herz- und Kreislaufstörungen. Aufgrund der durchblutungsfördernden Funktion eignet sich Weizenkeimöl sehr gut als sanftes Mittel bei Herz- und Kreislaufstörungen sowie entsprechenden Erkrankungen.
  4. Weizenkeimöl hilft bei Prostatavergrößerung. In unabhängigen Studien hat sich gezeigt, dass sich Weizenkeimöl rückbildenden auf eine vergrößerte Vorsteherdrüse auswirken kann.
  5. Weizenkeimöl ist cholesterinsenkend. Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit gibt es genügend Belege dafür, dass Weizenkeimöl zur Kontrolle des Cholesterinspiegels beitragen kann.
  6. Weizenkeimöl liefert wichtige Nähstoffe und Antioxdantien. Weizenkeime haben einen ausgezeichneten Nährwert als Nahrungsergänzungsmittel. Es ist eine großartige Quelle für pflanzliche Proteine, zusammen mit Ballaststoffen und gesunden Fetten. Es ist auch eine gute Quelle für Magnesium, Zink, Thiamin, Folsäure, Kalium und Phosphor. Weizenkeime enthalten viel Vitamin E, einen essentiellen Nährstoff mit antioxidativen Eigenschaften. Man nimmt an, dass Antioxidantien freie Radikale im Körper verringern. Forschung deutet darauf hin, dass Antioxidantien aus natürlicher Quelle am besten geeignet sind Krankheiten zu verhindern.
  7. Weizenkeimöl helfen die Herzgesundheit bei Frauen in den Wechseljahren zu erhalten. Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Weizenkeime auch bei der Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden helfen können, aber die Forschung ist nicht abschließend.
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Ebenfalls interesant ist das Thema Weizenkeimextrakt. Wer nicht weiß, was das ist, sollte sich den Artikel zum Thema Weizenkeimextrakt anschauen.

Häufig gestellte Fragen (Q&A) zu Weizenkeimöl

Worauf sollte ich beim Kauf von Weizenkeimöl achten?

Suchen Sie nach einem Produkt, das nicht gebleicht oder hydriert wurde. Weizenkeimöl ist möglicherweise kein Öl, das Sie sehr oft verwenden und schnell verbrauchen. Also suchen Sie nach einem kleineren Behälter, damit das Öl nach dem Öffnen nicht verdirbt.

Wie sollte ich Weizenkeimöl lagern?

Lagern Sie das Öl in einem luftdichten Behälter in Ihrer Speisekammer oder an einem anderen kühlen, dunklen Ort. Die empfohlene Temperatur beträgt 20-25°C. Versuchen Sie Temperaturen über 25°C zu vermeiden.

Kann ich mit Weizenkeimöl kochen?

Beim Kochen oder Erwärmen von Weizenkeimöl verliert es seinen Nährwert. Das Frittieren und Braten mit Weizenkeimöl wird daher nicht empfohlen. Sie können das Öl jedoch in Salatdressings verwenden, es auf Gemüse, Nudeln oder andere Gerichte träufeln. Dadurch stärken Sie den Geschmack und erhöhen die Omega-3-Fettsäuren im Essen.

Rezepte und Zubereitungstipps

Da Sie nicht mit Weizenkeimöl kochen sollten, sind die Einsatzmöglichkeiten des Produkts etwas eingeschränkt. Ein Geheimtipp ist, Weizenkeimöl in Salatdressings anstelle von Olivenöl zu verwenden.

Sie können es auch als Ersatz für andere Öle bei der Herstellung von Marinaden für Fisch oder Fleisch verwenden. Wenn Sie Gemüse zubereiten, können Sie Weizenkeimöl auf Ihr Gemüse träufeln, nachdem es fertig gekocht wurde. Einige Fans des Öls fügen es auch zu Smoothies hinzu.

Wenn Sie das Öl für die Körperpflege verwenden, geben Sie einfach eine kleine Menge auf die Haut oder ins Haar. Sie können das Öl auch mit anderen Inhaltsstoffen wie Aloe Vera oder Mandelöl mixen.

Allergien und Wechselwirkungen

Bei der Verwendung von Weizenkeimöl können Nebenwirkungen auftreten. Wenn Sie Öl in Supplementform (oral) konsumieren, ist das Produkt in der Regel gut verträglich ist. Die oberflächliche Anwendung von Vitamin E wird jedoch mit Kontaktdermatitis, Entzündungsreaktionen und anderen Hautreaktionen in Verbindung gebracht.

Auch wenn Sie allergisch gegen Weizen sind, sollten Sie Weizenkeimöl vermeiden. Die Symptome einer Weizenallergiereaktion können von leicht, wie z.B. Nesselsucht, bis schwer, wie z.B. Anaphylaxie, reichen. Allergische Reaktionen können unvorhersehbar sein, und selbst sehr kleine Mengen an Weizen können eine verursachen.

Worin besteht der Unterschied zwischen Weizenkeim und Weizenkeimöl?

Weizenkeimöl kann sowohl äußerlich als auch als Nahrungsmittel verwendet werden. Weizenkeim ist eine reine Nahrungsquelle.

Äußere Anwendungen für Weizenkeimöl beinhalten die Anwendung auf der Haut zur Behandlung von Narben und Falten. Es ist auch für die Haar- und Kopfhautbehandlung geeignet.

Sowohl Weizenkeime als auch sein Öl enthalten Vitamine und Mineralien, insbesondere Vitamin E, aber das Öl enthält nicht die gleichen Mengen an Ballaststoffen, Proteinen und komplexen Kohlenhydraten, die im Keim enthalten sind.

Weizenkeimöl enthält eine höhere Konzentration an essentiellen Fettsäuren – insbesondere Omega-3, das in der Ernährung der meisten Menschen unzureichend enthalten ist. Es ist auch eine gute Alternative zum Konsum von Fischöl.

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Kann ich Weizenkeimöl essen?

Ja, es ist absolut sicher, sowohl Weizenkeime als auch Weizenkeimöl zu konsumieren. Es handelt sich um ein Naturprodukt, das eine Fülle von gesundheitsfördernden Eigenschaften hat.